<a href="/de/">Arbeitsgruppe Rinderanspannung</a>

Grosser Feldtag Lorsch

Großer Feldtag in Lorsch

Mit der IGZ-Jahresversammlung vor Ort

hier das vorläufige Programm (pdf)

der Flyer (pdf1 + pdf2)

Am vergangenen Sonntag fand im Umfeld des Freilichtlabors Lauresham zum zweiten Mal ein großer Feldtag statt. Hauptzweck der Veranstaltung war auf der einen Seite die Stärkung tierischer Anspannungssysteme in der Öffentlichkeit, auf der anderen Seite aber auch das Schaffen eines Forums des fachlichen Austauschs zu unterschiedlichen Fragestellungen der Anspannung, Gerätekunde, Anbauverfahren bis hin zum Tierwohl. Hinzu kamen Informationsstände und Verkaufsstände mit Produkten, die sich durch die Einbeziehung tierischer Zugkraft im Herstellungsprozess auszeichnen.
Obwohl die Witterungsbedingungen suboptimal waren, sind wir als Veranstalter mit über 500 Besuchern sehr zufrieden und konnten eine möglichst große Spannweite unterschiedlicher Zugtiere und auch Anspannungssystem präsentieren. Es verwundert nicht, dass durch unseren Schwerpunkt in der Anspannung von Zugrindern insgesamt vier unterschiedliche Rinderrassen vertreten waren, darunter eines unserer Gespanne des Rätischen Grauviehs. Gezeigt wurde dabei sowohl das Arbeiten im Dreipolsterkummet als auch im Stirnjoch und letztlich wurde auch das Fahren von hinten mit einem Fleckviehochsen demonstriert. Auf Seite der Equiden waren insgesamt zwei Gespanne und eine Einzelstute im Einsatz und demonstrierten ihr Können sowohl auf dem Feld als auch im Rahmen von Wagenfahrten. Eine Besonderheit stellte der Einsatz von Zugziegen für leichte Ackerarbeiten dar.
Neben der Vielfalt an unterschiedlichen Zugtieren haben wir auch versucht, möglichst viel unterschiedliches Equipment vorzustellen. Die Themenkomplexe Ackerbau, Aussaat, Heugewinnung, Grünlandpflege sowie der Hackfrüchteanbau standen dabei besonders im Fokus. Es wurden sowohl Fabrikate amerikanischer Produktion (z.B. I&J, Pioneer) vorgestellt als auch europäischer und speziell deutscher Bauart. Mit großer Freude konnten wir dabei auch auf die Neuentwicklungen verweisen, die in Zusammenarbeit mit Paul Schmit aus Luxemburg in den letzten Jahren entstanden sind und welche bei uns gerade getestet und zum Teil weiterentwickelt werden.
Zu guter Letzt möchte ich noch auf die Vorstellung eines Prototyps zur Weiterentwicklung des Dreipolsterkummets hinweisen, ein Kombi-Kummet, welches die Vorteile des Nackenjocks mit denen des Dreipolsterkummets vereinigen soll. Hier fand im Rahmen des Feldtags ein erster kritischer Praxistest statt, der nun durch Korrekturen und auch Zugmessungen mit Druckplatten an den einzelnen Kummetbestandteilen sowie der gleichzeitigen veterinärmedizinischen Untersuchung der Tiere (Messung der Pansenaktivität als Hinweis auf Arbeitsstressfaktoren) erweitert werden soll.