Zugrinder-Treffen in Hamburg 2020

07.02.2020–09.02.2020

abendliches Beisammensein und Diskutieren

Zugrindertreffen im Museumsdorf Volksdorf

Das Museumsdorf Volksdorf, ein kleines aber feines Freilichtmuseum in Hamburgs Nordosten, hatte dieses Jahr am 2. Februarwochenende zum diesjährigen Treffen der Zugrinder-Interessierten geladen.

Bei 7°C haben wir uns über das sonnige, trockene Wetter gefreut- obwohl das vermutlich dem Klimawandel geschuldet ist. Vorher hatte es in Hamburg wochenlang geregnet, man sah es noch an den aufgeweichten Böden.

 

 

Schon länger wird auf den ca. 4ha hofnahen- und den ca. 20ha entfernteren Flächen mit Pferden gewirtschaftet. Seit einigen Jahren gibt es auch mehrere Anläufe, Rinder anzuspannen. Erst seit Mirko Zimmermann im November 2018 mit Ochse Ulli und Kuh Ilse ins Museumsdorf zog, bekam auch die Arbeit mit Zugrindern ihren festen Platz dort.

 

Zwei Neuerungen hat das Museumsdorf für unser jährliches Treffen eingeführt:

  • Das Treffen begann statt Samstagmittag bereits am Freitagnachmittag mit der Anreise.

  • Zusätzlich zu den eigenen Rindern vom Museumsdorf gab es einige Gastgespanne.

So konnten wir 4 sehr unterschiedliche Rindergespanne begutachten:

Ulli

 

 

Ochse Ulli vom Museumsdorf, 5 Jahre alt, ca. 1200kg, 90% Rotes Höhenvieh. Vorwiegende Tätigkeit: Holzrücken, „Birken züsseln“ (kleine Birken roden, rausziehen), Arbeiten auf dem Acker und vor dem Wagen. Anspannung mit dem 3Polsterkummet, kann Ulli aber auch Stirnjoch, Zäumung: Kettenhalfter.

Victor

 

 

 

Ochse Victor von Arne, knapp 5 Jahre, ca. 950kg, Fleckvieh, vorwiegende Tätigkeit: Holzrücken für den privaten Gebrauch. Anspannung mit dem 3Polsterkummet. Zäumung: Kettenhalfter mit einem Ring, der eine Hebelwirkung der Leinen auf Genick, Kinn und Nase zulässt.

Ben und Bubi

 

 

2 Jungbullen (werden demnächst kastriert) Ben & Bubi von Michaela und Gerd Döring, ca. 2 Jahre, rätisches Grauvieh und damit das kleinste Gespann. Vorwiegende Tätigkeit: Umzüge und andere Veranstaltungen, aber auch Einsatz im Holz und auf dem eigenen Acker, Anspannung mit dem 3Polsterkummet. Zäumung: Kettenhalfter.

Fritz und Karl

 

2 Jerseyochsen Fritz & Karl von Jürgen Schlüter, 3 Jahre alt. Vorwiegende Tätigkeit: Wiesen abschleppen, Wagen fahren und andere Tätigkeiten um Haus und Hof. Anspannung mit dem amerikanischen Halsjoch (neck yoke) als Doppeljoch. Zäumung: Nasenclipse aus den USA, die für die Arbeitszeit um die Nasenscheidewand geklemmt werden.

 

 

Am Freitagabend begutachteten wir die Rinder, die alle im historischen Harderhof untergekommen waren. Gegen 19h wurde zum Abendbrot im Wagnerhof begrüßt: Jörg Bremond eröffnete das Treffen mit der Erinnerung daran, wie Rolf Minhorst und er vor etwa 30 Jahren in einer Kneipe das erste Mal die Idee hatten, dass man etwas tun müsse, um diese alte Kulturtechnik zu erhalten und dass es ja auch ein paar Leute gäbe, die das noch machten und mit denen man zusammen vielleicht mal so ein Treffen veranstalten könnte. Es dauerte dann aber noch etwa 10 Jahre, bis das erste Treffen zustande kam, es könnte vor knapp 20 Jahren gewesen sein.

Auch Mirko Zimmermann und Egbert Läufer, erster Vorsitzender des Vereins „De Spieker“, der für den Erhalt und den Betrieb des Museums zuständig ist, begrüßten uns. Die beiden sind die einzigen Festangestellten des Museums, arbeiten aber auch nahezu rund um die Uhr. Das Museum wird ansonsten vorwiegend auf ehrenamtlicher Basis betrieben, samt Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen.

Nach dem Essen wurde noch lange gesnackt (wie man dort oben sagt) und gefachsimpelt, viele Teilnehmer kommen seit vielen Jahren und sehen sich oft nur bei dem Treffen.

Göpel in der Grützmühle

 

Am Samstag Morgen gab es ein großzügiges Frühstück, danach wurde angespannt: Die Alte Grützmühle, in der früher Getreide nur für den Alltagsgebrauch grob zu Grütze gemahlen werden durfte, hat im unteren Stockwerk einen kleinen Göpel zum Antrieb integriert. Wie gut, daß das rätische Grauvieh klein genug war, um in dem Gebäude den kleinen Kreis zu gehen. Weder Ochse Ulli, noch Victor oder Fritz und Karl hätten dort hineingepasst. Die beiden Grauen hatten so etwas noch nie getan: in einem fremden Gebäude im Kreis gehen und dabei etwas ziehen, wobei es über ihnen auch noch rumpelt. Zunächst waren sie etwas schwierig zu motivieren, doch beim 3. Anlauf klappte es: im 1. Stock, über den Rindern, drehten sich die Mühlsteine und zerrieben das Getreide zu grober Grütze.

Göpelarbeit mit Victor ist dran

 

Für den Antrieb des alten Dreschkastens, draußen hinter der Mühle, waren Victor und Ulli zuständig. Auch diese beiden hatten das noch nie gemacht. Das dem Dreschkasten zuträgliche Tempo war einen Tick höher, als es Ulli und Victor zunächst gewohnt und bequem war, so dass sie deutlich angetrieben werden mussten. Nach einigen Runde klappte auch das jedoch sehr gut und der Dreschkasten ratterte und das von Hand einportionierte Getreide wurde sauber gedroschen. Unter dem Dreschkasten fand eine freilaufende Hühnerschar sofort die herabgefallenen Körner, wie Geflügel es wohl jahrhundertelang getan hat.

Fritz und Karl zum Zeitvertreib vor der Schleppe

 

Fritz und Karl waren ebenfalls angespannt, zeitweise vor eine Übungsschleppe aus einem mit Holz befüllten Reifen, zeitweise vor einem Wagen. Die beiden sind solchen Trubel am wenigsten gewohnt und waren noch etwas nervös - vielleicht war das zusätzlich auch rassebedingt. Jerseys gelten als feine, sensible und wache Tiere, die aber schnell lernen - und so war es auch. Trotz vieler Menschen, darunter auch viele Kinder- und auch Hunden, beruhigten die beiden sich schnell. Eine große Herausforderung für die Tiere ist immer das viele Warten kombiniert mit langsamem Gehen.

 

Mittagspause

 

Kurz vor dem Mittag ging es noch auf eine moorige Wiese, die freigehalten werden soll. Dort wurden deshalb ein paar Bäumchen und Bäume gefällt, die von den Rindern heraus - und auf einen Haufen gezogen wurden. Hier machten alle Gespanne mit. Die Gastgespanne kannten solche Moorböden nicht, in den sie teils tief einsanken. Trotzdem verlor keines der Tiere die Nerven, alle vertrauten ihrem Menschen und gingen nach dem ersten Schrecken ruhig durch die tiefen Stellen.

ooops ist das tief

 

Nachmittags gingen nochmal alle Gespanne Holzrücken. Allmählich kam Routine auf. Die Tiere begannen ruhig und stetig zu arbeiten und schafften einiges weg. Unter uns Menschen gab es Gespräche zu Trainingsmethoden und Geschirren, zu Fütterung und Haltung und zu Rinderverhalten. Die Einstellung des ein- oder anderen Geschirres wurde gemeinsam optimiert und manch ein Anfänger durfte sogar mal an die Leinen.

 

Goofy, der Braunvieh-Ochse und sein Klassenkamerad

 

Ein tolles Buffet erwartete uns abends im Wagnerhof. Anschließend stellte uns die Klasse 9C des benachbarten Walddörfer Gymnasiums ihr Projekt „Goofy“ vor. Auf einer Klassenfahrt in Tirol hatten die Schüler das Glück, bei einer Geburt im benachbarten Kuhstall dabei sein zu können. Als sie erfuhren, dass das Kalb nur einen Monat zu leben hätte, weil Bullenkälber von Milchkühen nicht mastfähig sind, wollten sie es retten. Im Museumsdorf Volksdorf fragten sie an, ob Goofy dort leben könnte. Mirko Zimmermann und Egbert Läufer zögerten zunächst, denn ein Gnadenhof wollten sie nicht sein. Das Museum ist ein Bauernhof, der Nahrungsmittel erzeugt und auch den Weg vom Tier zum Fleisch zeigen möchte. Lange wurde mit den Schülern diskutiert. Auf der Website der Schule steht: Gemeinsam „wurde das Projekt entwickelt, den Stier bis zur Schlachtreife artgerecht aufwachsen zu lassen. Die Schüler*innen pflegen das Tier in wöchentlichen Diensten und können so lernen, woher ihre Nahrung kommt und wie aufwendig die Fleischproduktion ist. Über die erste Verliebtheit und den natürlichen, aber aus landwirtschaftlicher Sicht vielleicht auch etwas naiven Impuls, das Tier retten zu wollen, wachsen die Neuntklässler*innen hinaus zu einem reflektierten und wertschätzenden Umgang mit einem Nutztier, das Goofy bei aller Liebe, die ihm begegnet, auch bleibt.“

Das ist ein tolles, mutiges Projekt, für welches neben viel Lob auch schon Anfeindungen kamen. Spätestens wenn der kleine Braunviehochse geschlachtet wird, sind noch einmal kontroverse Diskussionen zu erwarten.

abendliches Beisammensein und Diskutieren

Claus Kropp, Leiter des Freilichtlabors Lauresham, berichtete uns von seiner Forschung zur frühmittelalterlichen Zugrindernutzung. Diese Zeit hat er sich unter anderem ausgesucht, weil es damals noch nicht allzu viele Arbeitspferde auf dem Acker gab, sondern fast alle landwirtschaftlichen Arbeiten von Hand oder mit Zugrindern erledigt wurden. Er untersucht Metapodien (Mittelhand-/Mittelfußknochen) von Rindern aus jener Zeit auf Spuren von Nutzung als Zugrinder. Für mich besonders interessant war, dass die in archäologischen Schriften oft erwähnten Hörner mit abgescheuerter Basis offenbar doch keine Hinweise auf Zugrindernutzung geben, sondern möglicherweise auf Stoffwechselprobleme hinweisen oder genetisch bedingt sind. Es finden experimentalarchäologische Studien zur nötigen Körpergröße der Zugrinder im Frühmittelalter statt. Breite und teilweise auch Tiefe von gefundenen Hakenpflugspuren - aber auch anderer Pflüge werden vermessen und mit den Spuren verglichen, die im Museum mit den eigenen Rindern und verschiedenen Pflügen entstehen. Unter Erhebung von Boden und Klimadaten und in Anlehnung an die Dauerleistung, die man heute von Rindern unter Beachtung von Tierschutzaspekten höchstens nutzen kann, versucht er herauszufinden, wie viele Rinder man für ein zum Pflug passend zugkräftiges Gespann benötigt hätte. Dazu spannt Claus Kropp Rätisches Grauvieh an, weil es ähnlich klein ist, wie die Rinder in jener Zeit in der Gegend waren. Privat hat er sich jedoch gerade eine Kuh und ein Bullenkalb der Rasse Vogesenrinder von Phillipe Kuhlmann gekauft. Sie passen einfach besser zu seiner eigenen Körpergröße und können entsprechend mehr ziehen.

Truhe

Der nächste Vortrag kam von Karl-Heinz Becker. Er hatte vor 4 Jahren für den Hessenpark einen Roten Höhenvieh - Ochsen ausgebildet. Am Ende ist der Ochse doch wieder bei Karl-Heinz gelandet. Kal-h1 schreibt sich etwas anders als sein Ausbilder und ist nun bei den vielen Veranstaltungen wie Umzügen und Almabtrieben unverzichtbar. Karl - Heinz legte bei seinem Vortrag den Schwerpunkt auf die, wie er es nennt, 4. Nutzung neben Milch Fleisch und Zugkraft: die soziokulturelle Nutzung. Diese hat schon immer eine wichtige Rolle zwischen Rind und Mensch gespielt und findet sich heute noch bei oben genannten Veranstaltungen wieder. Wie auf jedem Zugrindertreffen gab es noch sein mundartlich vorgetragenes Lied über Kühe, was sie sind und was sie nicht sind.

Edwin Rotzal zeigte uns wieder seinen neuesten Film: In 2019 hat er abermals bei Mathias Höwer gedreht: diesmal hat Mathias mit seinem 7 jährigen Glanvieh Ochsen Kartoffeln angebaut: Nach dem Eggen des Ackerstückes wurde je eine Furche gepflügt, die Kartoffeln von Hand eingelegt und die Furche dann wieder zugepflügt. Das war in der Gegend vom Westerwald so üblich. Mit Häufeln wurden die Beikräuter in Schach gehalten und geerntet wurde von Hand, nachdem der Damm mit dem Häufelpflug wieder gespalten wurde. Besonders hervorzuheben waren die schönen Schattenrisse Mit dem Ochsen und Wagen vor dem Sonnenuntergang. Edwin hat uns bereits bei vielen Treffen tolle Bilder und Filmchen gezeigt. Besonders zu erwähnen sei hier sein Film mit den letzten Bauern, die noch (und nicht wieder, wie viele von uns) mit Ochsen, Kühen oder Bullen gearbeitet haben.

Mirko hatte die gute Idee, als letzten Tagesordnungspunkt ein Thema zu diskutieren, welches viele von uns bewegt:

Wie gehen wir mit der Sicht von Laien auf Situationen um, bei denen wir Gerte oder Stock einsetzen müssen?

Eine unerwartet konstruktive Diskussion entspann sich daraus, deren wichtigste Punkte ich hier aufzulisten versuche:

Es gibt den Spruch: Bei Vorführungen kannst Du Dein Tier nicht erziehen, Du kannst es nur präsentieren (denn):

  • Laien können nicht verstehen, wenn eine Situation verlangt, dass man sich durchsetzt, um die Sicherheit im Moment oder auch in späteren Situationen nicht zu gefährden.

  • Das Mitgefühl, welches Laien für Tiere haben ist grundsätzlich gut, es fehlt nur manchmal ein tieferes Verständnis für die Zusammenhänge

  • Es ist ja auch nicht so, dass es bei der landwirtschaftlichen Nutzung von Tieren keine tierschutzrelevanten Sachverhalte gäbe: Manchmal haben die Laien auch recht. Ein bisschen soziale Kontrolle sollte man zulassen und souverän ertragen können.

  • „Gemecker“ von Laien ist deshalb so verletzend, weil 99% von uns alles für ihre Tiere tun würden und sich größte Mühe geben, damit es den Rindern gut geht. Der Vorwurf wir würden sie misshandeln ist deshalb schwer zu ertragen, selbst wenn man versteht, dass die Vorwürfe oft auf Unwissenheit beruhen.

  • Wenn man Gerte oder Stock strafend - und nicht nur zeigend, treibend oder verwahrend - einsetzen muss, ist man fast immer selbst Schuld: Man hat das Tier überfordert oder auch unterfordert, man hat sich nicht ausreichend gut verständlich gemacht, man hat es verunsichert oder nicht für ausreichend Vertrauen zwischen Mensch und Tier gesorgt.

  • Auf Umzügen, Messen und anderen Vorführungen sollte man also die Tiere vorbereiten und besonders gut trainieren, um solche Situationen zu vermeiden.

  • Wenn man eine Situation erwartet, in der man die Gerte/den Stock treibend, mahnend, verwahrend oder auch drohend einsetzen muß , hilft es dem Publikum, wenn man dies gut moderiert. Beispiel war die Arbeit am Göpel, der ein etwas höheres Tempo als das für die Tiere bequeme verlangte. Hier könnte man zum Beispiel vorher um Verständnis bitten, dass die Besucher sich nicht erschrecken mögen und erklären, dass die Situation für Tiere und Mensch neu und ungewohnt ist und die Tiere den Göpel auch nur wenige Minuten antreiben müssen, die Gerte außerdem vorwiegend zeigend und auf den Boden treffend und weniger auf dem Tier eingesetzt wird.

  • Routineabläufe nicht verändern: Auch auf die Bitte von Auftraggebern, Moderatoren oder anderen Teilnehmern der Veranstaltung hin sollte man gewohnte Abläufe nicht verändern: Diese Rituale geben den Tieren (und auch ihren Menschen) Sicherheit - im Umkehrschluss können beide verunsichert werden, wenn etwas plötzlich andersherum als gewohnt verlangt wird. Dadurch könne gefährliche Situationen entstehen und solche, in denen man die Gerte einsetzen muss.

  • Kommt man in eine Situation, in der die Tiere stark verunsichert sind oder aus anderen Gründen nicht ausreichend Gehorsam zeigen, sollte man die Situation beherzt abbrechen und dem Publikum möglichst erklären, warum man das tut: weil das Tier (oder man selbst) der Situation nicht gewachsen und überfordert ist. Keiner wird dem Tierhalter einen Vorwurf machen, wenn er letztlich aus Tierschutzgründen eine Aufgabe nicht zu Ende führt - im Gegenteil.

  • Kommt man trotz allem zum Beispiel aus Sicherheitsgründen in die Situation, Gerte oder Stock schärfer einsetzen zu müssen, sollte man tun, was man auch ohne Publikum macht: Sofort wenn die Ermahnung Erfolg gezeigt und das Tier getan hat was es sollte: auf der Stelle überschwenglich und sehr freundlich loben. Dabei sollte man versuchen, seine eigene Anspannung schnell abzubauen und vielleicht sogar zu lachen. Dann merken Rind (und Zuschauer) dass es sich hier um ein grundsätzlich gutes Verhältnis zwischen Mensch und Tier handelt. Für einen selbst hat das auch einen positiven Effekt.

  • Wenn man diese Diskussion geführt und die ganze Sache reflektiert hat, fällt es einem schon viel leichter, den Besuchern ihrer Naivität nicht übel zu nehmen und in Grenzsituationen gelassener zu bleiben.

Alle schick machen

Am Sonntagmorgen wurden alle Rinder und auch die beiden Kaltblutgespanne für einen abschließenden Umzug angespannt. Trotz des angekündigten Sturmes marschierte der kleine Konvoi im Schritttempo durch das Zentrum von Volksdorf. Zwar war es eine Herausforderung, ein Tempo zu finden, welches sich sowohl für die relativ kurzen Beine und das ruhige Gemüt der Grauviehbullen und der viel längeren Beine und des heißeren Temperaments der Jerseyochsen eignete, doch zu guter Letzt haben alle ein wunderschönes Bild abgegeben und sind unversehrt wieder beim Museum angekommen. Den Veranstaltern war die Zufriedenheit und auch ein wenig Erleichterung anzusehen, denn ein gewisses Risiko stellt so ein Umzug immer dar.

ganz in Satin-schwarz

 

Alle Teilnehmer bedankten sich, es gab großes Lob für Programm, Betreuung der menschlichen und tierischen Gäste und auch besonders für die gute und reichliche gastronomische Versorgung, die keinesfalls mit dem kleinen dafür verlangten Obolus abgedeckt sein konnte.

Nach dem Mittagessen fuhren alle Teilnehmer nach Hause und bis auf einige Verspätungen sind alle trotz Orkanwarnung und den angekündigten Bahnausfällen gut wieder daheim angekommen - insbesondere die angereisten Ochsengespanne haben die Reise gut überstanden.

Das nächste Treffen steht schon fest: Es wird in Siershahn im Westerwald bei Mathias Höwer und seinen Glanrindern durchgeführt. Bereits 2004 fand es dort schon einmal statt, doch wer so lange mit Zugochsen arbeitet, bei dem darf es nach 17 Jahren auch noch einmal stattfinden.

Darauf freue ich mich schon jetzt!

Kurzes Video vom Hamburger Zugrinder-Treff

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